BYHome

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Das Projekt BYHome des belarussisch-schweizerischen Vereins RAZAM.CH ist im November 2020 entstanden. 

Aufgrund der Situation in Belarus vor und nach den Präsidentschaftswahlen 2020 erlebten viele Menschen Repressionen und Verfolgung und waren in der Folge gezwungen, das Land auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort für sich und ihre Familien zu verlassen.

Das Nachbarland Polen hat seit August 2020 Tausende von Belarussen und Belarussinnen aufgenommen, die aus politischen Gründen ausreisen mussten. Die Anzahl der Anträge von Flüchtlingen aus Belarus ist in Polen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 um mehr als das 8-fache gestiegen. Die geflohenen Belarussen und Belarussinen suchen nun Arbeit und bemühen sich, in der neuen sicheren Umgebung Fuss zu fassen. Besonders am Anfang brauchen sie Unterstützung bei der Suche und Finanzierung einer Unterkunft. 

Dank regelmässiger oder auch einmaliger Spenden im Rahmen des Projekts BYHome können wir vom Verein RAZAM.CH die Miete für unterstützungsbedürftige Familien bezahlen. Wir garantieren zunächst drei Monatsmieten, mit einer möglichen Verlängerung bis zu sechs Monaten, aber spätestens bis zu dem Zeitpunkt, wenn die begünstigten Familien über stabile Einkommen verfügen und ihre Wohnkosten selbst tragen können.

Partner des Projekts in Polen ist die Stiftung HUMANOSH, welche sich um die Wohnungssuche und den Abschluss der Mietverträge kümmert und ausserdem sicherstellt, dass die von RAZAM.CH überwiesenen Spenden zweckkonform zur Mietzahlung verwendet werden. 

Zur Zeit unterstützen wir vier Familien mit Kindern im Alter von 2 bis 16 Jahren: 

  • Unsere erste Patenfamilie mit zwei Kleinkindern musste Belarus wegen wiederholter illegaler Festnahmen des Vaters und der Androhung seiner Inhaftierung verlassen. Die Familie erwartet bald die Geburt ihres dritten Kindes. 
  • Zwei Kinder haben Belarus mit ihrer Grossmutter verlassen, weil beide Eltern in Haft sind. 
  • Ein Elternpaar mit drei Kindern musste wegen einer drohenden Verhaftung und Entzug des elterlichen Fürsorgerechts fliehen. 
  • Eine Mutter mit ihrem Sohn schliesslich zog nach Polen um, nachdem die belarussischen Sicherheitskräfte wegen ihrer Teilnahme an einer friedlichen Kundgebung die Tür zu ihrer Wohnung aufgebrochen hatten.

Wir haben direkten Kontakt zu den betreuten Familien und können deren Lebenssituation unmittelbar verfolgen und entsprechend entscheiden, ob die finanzielle Unterstützung fortgesetzt oder beendet wird.

Wir möchten diesen Menschen in dieser für sie besonders schwierigen Zeit zur Seite stehen und sind daher dankbar für Ihre regelmässigen oder auch einmaligen Spenden. 

Gemeinsam können wir mehr erreichen!